Batterie-Stellungen im Bereich der Flakgruppe Hannover
Hinweis: Eigenes Werk: basierend auf 6 Messtischblättern aus dem US Bestand AMS 841 bzw. GSGS 4414
Legende: 2026-05-26_janthor_info-text_zur_flakkarte_hannover.pdf [Update: 26.05.2026]
Hinweis
Es ist davon auszugehen, dass nicht alle Batteriestellungen zu jedem Zeitpunkt gleichzeitig besetzt waren. Einige Stellungen wurden erst im späteren Verlauf des Krieges errichtet, während andere bereits zuvor aufgegeben oder verlegt wurden. Mehrere Stellungen sind in den verfügbaren Quellen lediglich einmal erwähnt und tauchen in späteren Unterlagen nicht mehr auf.
Die Rekonstruktion der Batteriestandorte wird zudem durch die lückenhafte Überlieferung historischer Dokumente erschwert. Insbesondere für den Zeitraum von 1942 bis Ende 1943 sind nur wenige Unterlagen erhalten geblieben, sodass zahlreiche Entwicklungen nur unvollständig nachvollzogen werden können.
Die nachfolgende Auflistung erhebt daher keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Aufgrund der Auswertung der derzeit bekannten Quellen kann jedoch davon ausgegangen werden, dass sie den überwiegenden Teil der Batteriestellungen umfasst, die zwischen 1940 und 1945 im Zuständigkeitsbereich der Flakgruppe Hannover existierten.
Batterie-Stellungen
Ahlem [+]
Ahlten [-]
Ahlten-Nord [-]
Aligse [-]
Altwarmbüchen → (unbekannter Standort!)
Badenstedt [-]
Bemerode [-]
Bornum → Siehe Tönniesberg!
Bothfeld [-]
Buchholz [-]
Dedensen [-]
Döhren [-]
Garbsen [-]
Godshorn [-]
Großburgwedel → (unbekannter Standort!)
Hainholz [-]
Halde im Altwarmbüchener Moor → (unbekannter Standort! im KTB am 13.04.1941 1x belegt.)
Harenberg [?]
Hemmingen [-]
→ Kaltenweide [-]
Kirchhorst → Siehe Stelle
Kirchrode → Siehe Wöhren!
→ Kleefeld [-]
→ Klein Kolshorn [-]
Langenhagen [-]
Lathwehren [-]
Laubenkolonie Podbielskistr → Siehe List
Leinehafen [-]
→ RAW Leinhausen [-]
List [-]
→ Meyenfeld [-]
Misburg, Blauer See [-]
Nordhafen [-]
Rennbahn [-]
Ricklingen → Siehe Tönnisberg
Ronnenberg (unbekannter Standort! Wettbergen wahrscheinlich!)
Schützenplatz [-]
Steinwedel [-]
Stelingen [-]
Stelle [-]
Stöcken [-]
Tönniesberg [-]
Velber → Siehe Badenstedt
Wettbergen
Wilkenburg → Siehe Hemmingen
Wöhren [-]
Anmerkung:
Einige Stellungen existierten nur in der ersten Phase des Krieges. Sie wurden offen gelassen oder abgebaut. Zu diesen Stellungen finden sich oft nur wenige Informationen.
Hinweis:
Aus den G2-Berichten und Funkprotokollen der 84. US-Infanterie-Division sind die folgenden Koordinaten der letzten aktiven Batterien im Raum Hannover entnommen. Stand: 10.04.1945. April-1945
Quellen
Akten
Zur Nachweisung der einzelnen Flakstellungen im Bereich der Flakgruppe Hannover verwendete ich bisher folgende Akten aus dem Bundesarchiv:
RL 12/12
Ab Seite 0043 relevant für die Flakgruppe Hannover (ab 18.04.1941) Austausch Stab/Flakregiment 13 mit 25 findet am 18./19.04.1941 statt. Mit der Übernahme der Geschäfte in Hannover beginnt der interessanteste Teil die Zeit vom 18.04.1941 bis zum 15.02.1942 ist mit dem Kriegstagebuch gut dokumentiert.
RL 2-III/1119-1122
Diese Akten geben Auskunft darüber, welche Flakkräfte in der Flakgruppe Hannover (Luftgau XI) eingesetzt waren. Und zwar in der Zeit von November 1943 bis Dezember 1944.
RL 5/*
In dem Bestand finden sich einige Akten mit einzelnen Batterien, die an Abschüssen beteiligt waren. Hieraus lässt sich einwandfrei belegen, das die entsprechende Batterie X am Tag Y in einer bestimmten Stellung Z (die mit Koordinate oft angegeben wird) eingesetzt war. Nicht mehr und nicht weniger.
RL 19-11/111; und Anlagen: RL 19-11/112 und RL 19-11/114
Ferner sind die Nachkriegsausarbeitungen vom General der Flieger Ludwig Wolff noch von Interesse. Zwar handelt es sich um eine Ausarbeitung von Juli 1945, jedoch offenbar aus dem Gedächtnis heraus verfasst. Wogegen die Anhänge deutlich präzisere Angaben enthalten. Möglicherweise lagen hier noch Akten vor.
Sekundär Literatur
Nicolaisen, Hans-Dietrich:
Der Einsatz der Luftwaffen- und Marinehelfer im 2. Weltkrieg, Darstellung und Dokumentation, Eigenverlag, 1981.
Daraus die Seiten 483 bis 568 für systematische Auswertung, ferner die Seiten 75/76.
Im Bundesarchiv befindet sich ein größerer Aktenbestand (MSG 233/*) aus der Sammlung Nicolaisen. Hierin finden sich oft noch zusätzliche Informationen.
Hummel, Karl-Heinz:
Die deutsche Flakartillerie 1935-1945, Ihre Großverbände und Regimenter, VDM-Verlag, 2010.
Das Werk ist leider nicht Frei von Fehlern; nicht nur Schreibfehler! Zur Orientierung eine gute Hilfe.
Zick, Rolf:
Ich war dabei und habe überlebt, 5. Auflage, Eigenverlag, 2002.
Das Buch von meinem verstorbenen Freund, Rolf, sei hier genannt. Er war als Chef der Personalbatterie in Hannover Nord am Aufbau diverser Stellungen mitbeteiligt. Zwar wurde auch dieses Buch mehr oder weniger aus dem Gedächtnis geschrieben, enthält jedoch oft Einzelheiten die man anderswo nicht findet.
Luftbilder
Für die möglichst exakte Lagebestimmung habe ich bisher Luftbilder aus den folgenden Alliierten Befliegungen georeferenziert und analysiert.
| Datum | Befliegung |
|---|---|
| 1943-10-04 | E-313 |
| 1944-02-23 | J-0418 |
| 1944-04-11 | US7/AA/985 |
| 1944-07-06 | US7/2240 |
| 1944-09-28 | US7/3416 |
| 1944-10-29 | US7/3543 |
| 1945-02-08 | US7/58/A |
| 1945-03-15 | US7/40/D |
| 1945-03-22 | US33/2563 |
| 1945-03-22 | US33/2564 |
| 1945-03-23 | US7/77/D |
| 1945-03-23 | US7/78/D |
| 1945-04-08 | US33/2735 |
| 1945-04-08 | US33/2739 |
| 1945-04-18 | US7/135/D (Schrägaufnahmen) |
| 1945-04-25 | US7/143/D |
Die Luftbilder wurden mit Hilfe von aktuellen Orthophotos (bereitgestellt als Open-GeoData) georeferenziert. Ich habe mich entschlossen, bei Batterien nur den Mittelpunkt der Batterie zu veröffentlichen, obwohl deutlich mehr Informationen ableitbar und vorhanden sind. Neben den Positionen der Flakgeschütze, Befehlsstelle (FuMG, Kommandogerät, usw.), Wirtschafts- und Mannschaftsbaracken, lassen sich oft Munitionsbunker nachweisen.

